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Haushaltsrede | 25.11.2020

Kreis schreibt Plus trotz teurem Kampf gegen Corona
Bericht der KĂ€mmerei geht von Überschuss aus. Dahinter verbergen sich auch Millionenzahlungen von Bund und Land.
Foto:Privat

KREIS DÜREN Die gute Nachricht vorneweg: Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie halten sich fĂŒr den Kreis DĂŒren in Grenzen. Nach dem aktuellen Stand wird das Jahr höchstwahrscheinlich sogar mit einem Plus abgeschlossen. Dies hĂ€ngt auch damit zusammen, dass die meisten Corona-Kosten von Bund oder Land ĂŒbernommen werden. Dazu gehört auch das Impfzentrum, das bis zum 15. Dezember eingerichtet werden soll.

Die Zahlen Ă€ndern sich in der Pandemie stĂ€ndig. Dies bestĂ€tigt KreiskĂ€mmerer Dirk HĂŒrtgen, der dem Kreistag am heutigen Donnerstag einen Zwischenstand mitteilt. Demnach schreibt der Kreis nach den aktuelle Prognosen ein Plus von 4,7 Millionen Euro. Dieses Geld kommt nun nicht unmittelbar den Kommunen zugute, die den Kreis mitfinanzieren, sondern wird in eine RĂŒcklage gesteckt. Dieses Geld soll dann im kommenden Jahr genutzt werden, um Kosten des Kreises zu decken und damit die Belastung fĂŒr die Kommunen zu senken. Einen entsprechenden Beschluss hat der Kreistag bereits im Juni gefasst.

Die Ausgaben im Rahmen der Corona-Pandemie sind allerdings betrĂ€chtlich. Alleine mit 2,9 Millionen Euro schlagen Material- und Einrichtungskosten fĂŒr das Abstrichzentrum sowie die mobilen Abstricheinheiten zu Buche. Auch die Personalkosten stiegen erheblich und werden bis zum Jahresende noch weiter zunehmen. Der Kontrollbericht bezieht sich auf den Sachstand Mitte Oktober. Inzwischen arbeiten mehr als 30 Minijobber, ĂŒberwiegend Studenten, fĂŒr die Kreisverwaltung, um Infektionsketten nachzuvollziehen. Auch 20 Soldaten sind im Rahmen der Amtshilfe im Einsatz. Diese Kosten seien noch nicht in dem Zahlenwerk enthalten, teilt HĂŒrtgen mit. Dies gilt erst recht fĂŒr das Impfzentrum, das bis zum 15. Dezember eingerichtet werden soll. Letzteres muss der Kreis vorfinanzieren und mit dem Land abrechnen.

Geld aus DĂŒsseldorf fließt auch fĂŒr die Rurtalbus GmbH: Aufgrund der Pandemie brachen die Fahrgastzahlen ein. Im Gegenzug mussten die Fahrzeuge umgerĂŒstet werden, um den Corona-Bestimmungen zu entsprechen. Das Land gleicht dies mit einer Zahlung in Höhe von zwei Millionen Euro aus. Die verĂ€ndert jedoch nicht die Tatsache, dass der ÖPNV ein dickes ZuschussgeschĂ€ft bleibt.

Zwölf Millionen Euro des Bundes sind letztlich dafĂŒr verantwortlich, dass man im Kreishaus von einem positiven Jahresergebnis ausgeht. Dieses Geld wurde ĂŒberwiesen, weil sich die Bundesregierung in ihrem Corona-Paket dazu entschlossen hat, weitere 25 Prozent der Kosten der Unterkunft fĂŒr Langzeitarbeitslose zu ĂŒbernehmen. Ohnehin schlĂ€gt sich die wirtschaftliche Lage noch nicht komplett auf die Job-com des Kreises nieder. Menschen, die im Zuge der Pandemie ihre Arbeitsstelle verloren haben, beziehen zunĂ€chst Arbeitslosengeld, ehe sie Hartz VI erhalten. „Wir haben aber auch dort schon leicht steigende Zahlen, weil viele Kurzarbeiter Aufstockung beantragt haben“, berichtet HĂŒrtgen.

In kommenden Jahren spĂŒrbar

Der KreiskĂ€mmerer geht ohnehin davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Konsequenzen erst in den kommenden Jahren deutlicher bemerkbar machen: „Gesundheitlich werden wir hoffentlich bald einen Impfstoff haben, aber wirtschaftlich werden wir die Folgen noch Jahre tragen“, sagt er. Da sich die Zahlen immer wieder verĂ€ndern, will man diesmal auch einen Einjahres-Haushalt verabschieden. Mitte Dezember sollen die BĂŒrgermeister informiert werden, wie hoch die Kreisumlage fĂŒr 2021 liegt. Im zwischenzeitlichen Ergebnis 2020 steht nun wahrscheinlich ein Plus, nachdem man vor einem Jahr noch von einem Minus in Höhe von 9,8 Millionen Euro ausgegangen war.



VON PATRICK NOWICKI



https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/#/read/an-d/today?page=10&article=95208381



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