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Veröffentlichung | 03.09.2020

Strukturentwicklungsgesellschaft Hambach
Arbeiten am „Hotspot des Wandels“
Foto: MHA/Jörg Abels

HAMBACH Vertreter der sechs Anrainerkommunen des Tagebaus und des RWE haben am Donnerstag offiziell die Strukturentwicklungsgesellschaft Tagebau Hambach gegrĂŒndet und Boris Linden zum neuen GeschĂ€ftsfĂŒhrer gewĂ€hlt.

Der Schritt kommt spĂ€t, aber gerade noch rechtzeitig, um Einfluss auf den in KĂŒrze erwarteten Entwurf der neuen Leitentscheidung der NRW-Landesregierung zur Braunkohle nehmen zu können. Am Donnerstag haben die BĂŒrgermeister der sechs Anrainerkommunen des Tagebaus die Strukturentwicklungsgesellschaft (SEG) Hambach aus der Taufe gehoben und damit den im Mai 2016 vereinbarten informellen Planungsverband endlich institutionalisiert.

Wichtigstes Ziel der neuen Gesellschaft, die noch einen griffigeren Namen erhalten soll, ist die Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze im Zuge des Strukturwandels. Darin sind sich die BĂŒrgermeister Hermann Heuser (Niederzier, SPD), Georg Gelhausen (Merzenich, CDU), Dieter SpĂŒrck (Kerpen, CDU), Andreas Heller (Elsdorf, CDU), JĂŒrgen Frantzen (Titz, CDU) und Axel Fuchs (JĂŒlich, parteilos) sowie Kooperationspartner RWE einig.

Um dieses ehrgeizige Ziel, aber auch um die weitere Gestaltung der Landschaft rund um den Ende 2029 auslaufenden Tagebau Hambach im Sinne der sechs Kommunen soll sich mit GeschĂ€ftsfĂŒhrer Boris Linden ein ausgewiesener Experte kĂŒmmern, der sich seit mehr als zehn Jahren bereits mit dem Thema Strukturwandel beschĂ€ftigt. Linden hat sich nach seinem Studium fĂŒr die IHK um das Rheinische Revier gekĂŒmmert und war zuletzt Prokurist der Zukunftsagentur Rheinisches Revier mit Sitz in JĂŒlich. Ab sofort soll sich der 42-JĂ€hrige vom Zentrum Terra Nova an der Tagebaukante bei Elsdorf aus um die Interessen der sechs Kommunen und ihrer BĂŒrger kĂŒmmern. Und das nicht alleine. Möglichst schnell soll die SEG personell aufgestockt werden, kĂŒndigte der scheidende Niederzierer BĂŒrgermeister Hermann Heuser an. Darauf haben sich die BĂŒrgermeister verstĂ€ndigt. Die Kosten teilen sich die Partner paritĂ€tisch, von RWE gibt es einen Zuschuss.

„Der Tagebau Hambach und sein Umfeld sind fĂŒr mich der Hotspot des Wandels“, erklĂ€rte Linden. „Ich freue mich darauf, hier Neues schaffen zu können.“ Zwar betonte der 42-JĂ€hrige, dass man erst am Anfang eines sicherlich 20 Jahre andauernden Transformationsprozesses stehe. Allen Beteiligten ist aber klar, dass die BĂŒrger schnell Antworten erwarten. Schließlich endet die signifikante Kohleförderung im Tagebau Hambach bereits 2023 mit der Folge, dass schon dann eine Vielzahl von ArbeitsplĂ€tzen auch im Umfeld wegfallen wird.

Linden will „Hambach“ zu einer Marke entwickeln und „ein möglichst großes StĂŒck vom Förderkuchen in die Region holen“. Dazu sollen die bereits im vergangenen Jahr von den sechs Kommunen im Rahmen einer Raumentwicklungsperspektive ausgearbeiteten Ideen zum Siedlungs- und Straßenbau, zum Landschaftsbild rund um den Tagebau und den spĂ€teren Tagebausee zu konkreten Projekten weiterentwickelt werden.

ErklĂ€rtes Ziel ist es dabei, bereits vor der Verabschiedung des neuen Regionalplans die Zusage der Landesregierung zur Ausweisung neuer Gewerbegebiete zu erhalten. „Die Leistung eines Teams ist erfahrungsgemĂ€ĂŸ immer besser als die Summe der Einzelleistungen“, begrĂŒndeten die SEG-Sprecher Hermann Heuser und Andreas Heller die GesellschaftsgrĂŒndung. Und dabei ist den Kommunen klar, dass sie nur „mit RWE als Partner zu einem guten Ergebnis kommen werden“, wie Georg Gelhausen und Axel Fuchs ergĂ€nzten.

VON JÖRG ABELS Redakteur AZ/AN



https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/niederzier/arbeiten-am-hotspot-des-wandels_aid-53131711





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