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Veröffentlichung | 17.08.2020

Gemeinsame LuftwaffenĂŒbung
Israelische Kampfflugzeuge landen in Nörvenich

Fotos: Sascha Jussen

NÖRVENICH Es sei ein „bewegendes Zeichen der Freundschaft“: Erstmals ĂŒbt die israelische Luftwaffe in Deutschland. Der Inspekteur der Luftwaffe begrĂŒĂŸte am Montag in Nörvenich die GĂ€ste fĂŒr einen Besuch von hoher Symbolkraft.

Es war kurz nach 15 Uhr, als am Montag auf dem Fliegerhorst Nörvenich wieder einmal Geschichte geschrieben wurde. Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, begrĂŒĂŸte seinen israelischen Kollegen, General Amikam Norkin, zur ersten Übung israelischer Kampfflugzeuge in Deutschland, nachdem er ihn zuvor persönlich mit zwei weiteren Eurofightern des „Boelcke“-Geschwaders von der österreichischen Grenze bis ins Rheinland eskortiert hatte.

Gerhartz sprach nach der Landung von einem „besonderen Moment fĂŒr uns in Deutschland“, 75 Jahre nach dem Ende des Holocausts und des Zweiten Weltkrieges. Er freute sich, dass die deutsche Luftwaffe in den kommenden Tagen „FlĂŒgel an FlĂŒgel“ mit den Israelis wird ĂŒben können und sprach von einer „tiefen Freundschaft“, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt habe.

Als deutsche Eurofighterpiloten 2018 und zuletzt 2019 in der WĂŒste Negev zu Gast in Israel waren, hatte Gerhartz die Einladung zum Gegenbesuch ausgesprochen, auf den sich das Nörvenicher „Boelcke“-Geschwader seit Februar intensiv vorbereitet hat.

„Nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa ist es ein bewegendes Zeichen unserer heutigen Freundschaft, dass wir erstmals in unserer Geschichte Seite an Seite mit der israelischen Luftwaffe fliegen“, erklĂ€rte Gerhartz. „Ich bedanke mich bei meinem israelischen Kollegen, General Norkin, und all seinen Piloten fĂŒr ihr Vertrauen und ihre emotionale Verbundenheit. Das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte ist uns heute Auftrag, Antisemitismus mit aller Konsequenz zu bekĂ€mpfen.“

General Norkin bedankte sich und betonte, dass die kommenden Tage mehr als nur eine Übung seien, in der beide Luftwaffen voneinander lernen könnten. „Wir arbeiten intensiv an einer besseren Zukunft.“

Der historische Moment hatte unter dem wachen Auge eines Großaufgebots der Polizei hunderte sogenannter Planespotter an den Fliegerhorst gelockt, die den Anflug der sechs israelischen Kampfflugzeuge vom Typ F16 im Bild festhalten wollten. Begleitet wurden die Kampfjets von zwei israelischen Tankflugzeugen vom Typ Boeing 707 sowie einer C130-Transportmaschine. General Norkin reiste mit seiner Delegation in einem Gulfstream-Passagier-Jet an.

WĂ€hrend die GenerĂ€le am Dienstag zum Gedenken an das Olympiaattentat von 1972 und die Opfer des Holocauts zuerst mit einer deutsch-israelischen Formation den Fliegerhorst FĂŒrstenfeldbruck ĂŒberfliegen und auf dem Weg zum Fliegerhorst Lechfeld auch den Stadtrand von Dachau passieren, bevor sie spĂ€ter an der dortigen KZ-GedenkstĂ€tte noch einen Kranz niederlegen werden, beginnt in Nörvenich die Übung „Blue Wings“. Vorgesehen sind auch mehrere offizielle Treffen, unter anderem ein Besuch der israelischen Delegation im DĂŒsseldorfer Landtag.

In der kommenden Woche beteiligt sich die israelische Air Force zudem noch an den multinationalen Luftwaffen Tagen (Multinational Air Group Days), bei denen die Nörvenicher „Boelcke“-Piloten auch noch mit Piloten aus Ungarn ĂŒben werden, die vorĂŒbergehend im schleswig-holsteinischen Jagel stationiert werden.

VON JÖRG ABELS AZ/AN Redakteur



https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/israelische-kampfflugzeuge-landen-in-noervenich_aid-52812811

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