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NEWS

Veröffentlichung | 27.07.2020

Ein Kultfahrgeschäft mit heiß begehrten Fahrchips
Am Break-Dancer der Familie Dreher-Vespermann gibt es für jedes Volksfest und besondere Anlässe limitierte Auflagen

DÜREN „Vier Fahrten, bitte!“ Wer zu Claudia Dreher-Vespermann an die Kasse des Break-Dancers kommt, erhält aber nicht nur irgendeinen Fahrchip. Seit 1998 präsentiert die Bremer Schaustellerfamilie auf jedem Volksfest ein neues Exemplar, in diesen Tagen natürlich auch beim „Dürener Sommer-Special“. „Die von der Annakirmes konnte ich ja schlecht nehmen“, erklärt die 46-jährige Vollblutschaustellerin, die in fünfter Generation auf der Reise ist. „Schön hier“ steht kurz und knapp auf dem rosafarbenen Chip. Und wie das rasante Rundfahrgeschäft selbst sind die kleinen Plastikkärtchen bei Kirmesfans längst Kult und begehrtes Sammlerobjekt geworden. Mehr als 320 verschiedene Exemplare gibt es mittlerweile und sogar eine richtige Tauschbörse. „Ich kenne aber nur zwei Personen, die tatsächlich alle haben“, berichtet Claudia-Dreher-Vespermann und lacht.

Angefangen hat alles 1998 in Vechta. Damals wollte die Stadt zum 700-Jährigen des dortigen Stoppelmarktes etwas Besonderes schaffen und entschied sich für einheitliche Fahnen an allen Geschäften. „Fanden wir gut“, erinnert sich die Bremerin. „Aber wir wollten noch etwas eigenes machen.“ Die Wahl fiel auf einen Jubiläumsfahrchip. Und der kam bei den Besuchern so gut an, dass schnell klar war: „Das machen wir jetzt überall auf unseren Stammplätzen.“ Sprüche wie „Herzlich willkommen auf der Annakirmes“ sind auf den limitierten Auflagen in einer Größenordnung zwischen 250 und 500 Stück zu lesen. Je nach Volksfest gibt es bereits mehrere Versionen, aber auch Sondermodelle, beispielsweise einen herzförmigen Chip für den Ladies-Day beim Öcher-Bend, Exemplare zu Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften und – wie könnte es in diesen Tagen anders sein – zur Corona-Krise. „Stay at home“ oder „Bleibt gesund, wir sehen uns wieder“ ist auf ihnen zu lesen. „Heute reicht es nicht mehr aus, sich in die Kasse zu setzen und auf Gäste zu warten“, erklärt Claudia Dreher-Vespermann. Innovative Werbung ist gefragt. „Die Chips zeigen den Besuchern, dass wir uns mit jeder Stadt, in der wir stehen, identifizieren.“ Und sie sind zum Teil auch witzig: „Fährst du mit mir?“ ist auf einem Exemplar zu lesen. „Ja, Vielleicht, Nein“ – wo das Kreuzchen steht, braucht nicht eigens erwähnt zu werden.

Jeder Chip aus jedem Jahr kann selbstverständlich jederzeit auch für eine rasante Karussellfahrt genutzt werden. Und so freut sich Claudia Dreher-Vespermann, wenn wieder mal ein älterer oder besonderer Fahrchip auftaucht, der einmal in der Hosentasche des Besuchers vergessen, jahrelang irgendwo in einer Schublade schlummerte. Für Sammler hat die 46-Jährige in ihrem Kassenhäuschen immer eine Auswahl präsent, auf Vorkasse aber verschickt sie die Sammlerstücke auch gerne. „Ich habe in diesem Frühjahr Corona-Chips nicht nur deutschlandweit, sondern auch nach Belgien, England, Dänemark, Italien die Niederlande und England geschickt“, erzählt sie. Mittlerweile stapeln sich zig große Plastikboxen voller Chips auf dem Dachboden ihres Bremer Hauses. Und die Ideen für neue Exemplare gehen Claudia Dreher und ihren Söhnen noch längst nicht aus: Ganz neu ist die Black Edition mit der Aufschrift „See you“, „für die schwere Zeit, die unsere Branche in diesen Wochen durchmacht“, erklärt die 46-Jährige.

Der Break-Dancer steht noch bis 30. August auf dem „Dürener Sommer-Special“, das mittwochs bis sonntags von 14 bis 21 Uhr geöffnet ist

VON JĂ–RG ABELS





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