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NEWS

Veröffentlichung | 17.07.2020

Countdown zur Ersatz-Annakirmes lÀuft
50 Schausteller bereiten sich auf das „DĂŒrener Sommer-Special“ vor. Zehn GroßfahrgeschĂ€fte. Bierverbot ist vom Tisch.

DÜREN Auf dem Annakirmesplatz wird geschraubt und gehĂ€mmert, geputzt und gewienert – eigentlich wie immer in diesen Tagen Mitte/Ende Juli. Und doch ist alles anders. Nicht die Vorbereitungen zum grĂ¶ĂŸten Volksfest der Region laufen auf Hochtouren, sondern die zum „DĂŒrener Sommer Special“, einem mobilen Freizeitpark, der anders als die bis Ende Oktober abgesagten Großveranstaltungen stattfinden darf – unter Corona-Schutzbedingungen versteht sich.

30.000 Quadratmeter eingezÀunt

Das gesamte GelĂ€nde, immerhin rund 30.000 Quadratmeter im hinteren Bereich des Annakirmesplatzes, ist eingezĂ€unt. Am Eingang warten drei KassenhĂ€uschen mit fĂŒnf Kassen ab dem morgigen Freitag auf die Besucher, die zwei Euro Eintritt bezahlen und ein Formular mit ihren Kontaktdaten ausfĂŒllen mĂŒssen, damit im Fall des Falles etwaige Infektionsketten nachvollzogen werden können. Und auch den Mund-Nase-Schutz mĂŒssen die Besucher tragen, zumindest im Ein- und Ausgangsbereich, in den Warteschlangen vor den GeschĂ€ften, kurzum: Überall dort, wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, unter anderem auch auf den FahrgeschĂ€ften.

Maximal 3000 Besucher

Eine gute Nachricht fĂŒr alle Kirmesfans aber hat Bert Cremer, Vorsitzender des ausrichtenden Verbands Reisender Schausteller DĂŒren (VRS), dennoch: „Auf das Bier zur Bratwurst braucht kein Besucher zu verzichten“, spricht er einen im Vorfeld oft kritisierten Punkt an. Denn in der seit Mittwoch geltenden neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ist der Alkoholausschank in mobilen Freizeitparks nicht lĂ€nger verboten. Dass es jetzt zu unkontrollierten Feiern kommen wird, schließt Cremer aber aus. Zum einen dĂŒrfen sich nie mehr als 3000 Besucher zeitgleich auf dem Areal aufhalten, zum anderen ist ein Sicherheitsdienst vor Ort und abends ist um 21 Uhr Schluss. Dann, wenn es auf der Kirmes so langsam anfangen wĂŒrde, gemĂŒtlich zu werden.

„Wir wollen Politik und Verwaltung mit unserem mobilen Freizeitpark beweisen, dass Volksfeste auch unter Corona-Bedingungen möglich sind“, betont Cremer. Denn weder die Absage der WeihnachtsmĂ€rkte noch der Traditionsveranstaltungen im kommenden Jahr wĂŒrde die Schaustellerzunft ĂŒberleben. Davon sind Cremer und seine Kollegen ĂŒberzeugt. Und deshalb stecken sie zehntausende Euro in die Veranstaltung, in Sicherheit, Hygiene und nicht zuletzt Dekoration. Denn die Fahr- und SpielgeschĂ€fte sowie die klassische Kirmesgastronomie ist ein wenig luftiger aufgebaut, nicht so dicht aneinandergereiht wie bei der Annakirmes. Und doch wird ein Hauch Annakirmesflair entstehen. DafĂŒr werden schon allein die zehn GroßfahrgeschĂ€fte sorgen, allen voran Riesenrad, Wilde Maus, Polyp und Ghost Rider. Kurzfristig kommt sogar noch ein Propeller hinzu, verrĂ€t Bert Cremer. Die Firma Deinert, die bis Sonntag noch im „Hagerodo“ in Hagen zum rasanten Höhenflug einlĂ€dt, wird die zweitĂ€gige Freizeitpark-Pause am Montag/Dienstag zum Aufbau in DĂŒren nutzen und das Bild des „DĂŒrener Sommer-Special“ komplettieren.

Sofort zugesagt

Wie sehr sich die Schausteller darauf freuen, endlich wieder ihre GeschĂ€fte aufbauen zu können, wenn auch unter besonderen Bedingungen, braucht auch Claudia Dreher-Vespermann nicht erst zu betonen. Die Betreiberfamilie des Break-Dancer No.2 war die erste, die Bert Cremer fĂŒr das „DĂŒrener Summer-Special“ zugesagt hatte. „Als der Anruf kam, war fĂŒr uns sofort klar, wir fahren nach DĂŒren.“ Drei Jahre Annakirmes haben offenbar einen bleibenden Eindruck bei der Bremer Schaustellerfamilie hinterlassen.

„Ein Experiment wie das ‚DĂŒrener Sommer-Special‘ kann nur gelingen, wenn alle zusammenhalten“, betont die Vollblut-Schaustellerin. „Wir können nicht einfach zu Hause bleiben, so schön es im eigenen Garten auch ist, wir mĂŒssen raus.“ Und das weiß Bert Cremer zu schĂ€tzen: „Wir sind dankbar, dass uns die großen Schausteller nicht im Stich lassen.“ Dazu zĂ€hlt auch Geisterbahnbetreiber Ronny SchĂŒtze aus Oberhausen, der auf der Annakirmes groß geworden ist. Auch ihn brauchte Cremer nicht lange zu ĂŒberzeugen, obwohl er zuletzt drei Jahre in Folge nicht in DĂŒren aufbauen durfte.

Sechs Wochen an einem Ort: Das kennt Claudia Dreher-Vespermann bislang nur vom Hamburger Dom. FĂŒr sie ist DĂŒren der erste Platz der Saison, die erste Einnahmequelle seit dem Berliner Weihnachtsmarkt. Und sie ist ĂŒberzeugt, dass das Konzept in DĂŒren von den Besuchern angenommen wird. Bert Cremer kann bereits auf vier gute Wochen Inde-Park in Eschweiler zurĂŒckblicken. Der dortige Freizeitpark war deutlich kleiner als der DĂŒrener, trotzdem „wurde er von den Besuchern bis zum letzten Tag angenommen“. Und das hoffen die Schausteller natĂŒrlich auch in DĂŒren, dafĂŒr legen sie sich bis zur Eröffnung am Freitag ins Zeug.

INFO

Zwei Euro Eintritt und Datenformular ausfĂŒllen

Das „DĂŒrener Sommer-Special“ hat vom 17. Juli bis 30. August tĂ€glich außer montags und dienstags von 14 bis 21 Uhr geöffnet. An der Kasse mĂŒssen sich die Besucher registrieren und einen einmaligen Eintrittspreis von zwei Euro entrichten. Im Vergleich zur Annakirmes kĂŒndigen die Schausteller vergĂŒnstigte Fahr-, Eintritts- und Artikelpreise an.

VON JÖRG ABELS AZ/AN

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