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Ver├Âffentlichung | 25.05.2020

Neue Pl├Ąne f├╝r Restsee Inden
Endpegel wird deutlich sp├Ąter erreicht

Bild: RWE Power

KREIS D├ťREN Wenn ├╝ber den fr├╝heren Ausstieg aus der Kohle-Verstromung gesprochen wird, f├Ąllt im Rheinischen Revier schnell der Blick auf den Hambacher Forst und den dortigen Tagebau. Allerdings ist auch der Tagebau Inden von der Entscheidung betroffen.

Dass letztlich weniger und ein Jahr k├╝rzer Braunkohle abgebaggert wird, f├╝hrt auch zu einem Ph├Ąnomen: Die nun aktualisierte Planung sieht einen See vor, der um 90 Hektar gr├Â├čer ist, als urspr├╝nglich vorgesehen. Im Gegenzug dauert die F├╝llung nach derzeitigen Sch├Ątzungen deutlich l├Ąnger.

Die Pl├Ąne des Essener Energiekonzerns RWE durchlaufen aktuell die verschiedenen Gremien im Kreis D├╝ren. Am Donnerstag besch├Ąftigt sich der Kreisausschuss damit. Ende des Jahres will die Landesregierung eine neue Leitentscheidung treffen, wonach dann die gesetzlichen Verfahren in Gang gesetzt werden. F├╝r den Tagebau Inden will man so verfahren, dass eine ├änderung des Braunkohleplans nicht erforderlich wird. Lediglich die bergrechtlichen Betriebspl├Ąne sollen angepasst werden.

Der Tagebau Inden versorgt lediglich das Kraftwerk Weisweiler mit Braunkohle. Der letzte Block soll dort zum 1. April 2029 heruntergefahren werden. Dadurch verk├╝rzt sich die Laufzeit des Tagebaus. Schon im kommenden Jahr beginnt in Weisweiler die Abschaltung. Im RWE-Fahrplan ist vorgesehen, zun├Ąchst die beiden ├Ąlteren 300-Megawatt-Bl├Âcke vom Netz zu nehmen. Der erste soll am 31. Dezember 2021 erk├╝hlen, der zweite folgt am 1. Januar 2025. Jeweils zum 1. April der Jahre 2028 und 2029 sollen die Auskn├Âpfe der verbliebenen beiden 600-Megawatt-Einheiten gedr├╝ckt werden. Urspr├╝nglich sollte das Kraftwerk Weisweiler bis 2030 laufen. Die Bagger im Tagebau werden entsprechend fr├╝her stoppen. Dadurch werden Feldfl├Ąchen vor Lamersdorf, Merken und Lucherberg nun doch nicht ber├╝hrt. Die Stadt D├╝ren und die Gemeinde Inden haben somit die M├Âglichkeit, dort Baugebiete vorzusehen. Wie RWE-Power-Vorstand Dr. Lars Kulik mitteilt, hoffe man, dass sich positive Strukturentwicklungen ergeben. Diese Planungsoption w├Ąre f├╝r die Kommunen erst deutlich sp├Ąter m├Âglich, wenn die Fl├Ąchen nach einer bergbaulichen Nutzung wieder aufgesch├╝ttet w├╝rden.

Dass der Tagebau Hambach deutlich fr├╝her endet, hat auch Konsequenzen f├╝r den Tagebau Inden. Urspr├╝nglich sollte das Restloch zwischen Inden und Merken auch mit S├╝mpfungswasser aus Hambach gespeist werden. Dieses Konzept greift nun nicht mehr, da parallel auch der Hambacher See gef├╝llt werden muss. W├Ąhrend man in Hambach nach wie vor eine Leitung zum Rhein legen will, um von dort Wasser zu erhalten, bleibt in Inden neben dem steigenden Grundwasser der Zugriff auf die Rur. Dadurch erreicht der See nach aktuellen Berechnungen erst zwischen 2070 und 2080 seinen endg├╝ltigen Wasserstand. Urspr├╝nglich sollte der Pegel etwa Mitte der 2060er Jahre erreicht sein.

Der Strukturwandel, der mit den Beschl├╝ssen zum Kohleausstieg nun an Fahrt aufgenommen hat, l├Ąuft in der Region am Tagebau Inden seit Jahren. Anrainerkommunen und der Kreis D├╝ren haben sich zur Indeland-GmbH zusammengeschlossen, um die Tagebaufolgelandschaft vorzubereiten. Diese Pl├Ąne haben auch unter den neuen Voraussetzungen Bestand, wie RWE-Power-Chef Dr. Kulik in einem Schreiben an die Landesregierung bereits Ende Februar mitteilte: ÔÇ×Die Grundz├╝ge der Wiedernutzbarmachung einschlie├člich der Lage des Tagebausees, der aufgrund der ge├Ąnderten Betriebsf├╝hrung rund 90 Hektar gr├Â├čer wird, bleiben unver├ĄndertÔÇť, hei├čt es darin.

VON PATRICK NOWICKI AZ7AN Redakteur

https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/braunkohle/endpegel-wird-deutlich-spaeter-erreicht_aid-51296945?utm_source=cleverpush&utm_medium=teasered_push

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