Termine

26.05.2020 | 18.00 Uhr
Treffen der BI Wind
in Weisweiler-HĂŒcheln

03.06.2020 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Schul- und Sportangelegenheiten, 23. Sitzung
in 52379 Langerwehe Rathaus, Schönthaler Str. 4

Kontakt

FDP Ortsverband

Ingola Schmitz
Oberstraße 17
52388 Nörvenich

Tel: 02426-902206
ingola-schmitz@t-online.de

NEWS

Veröffentlichung | 30.03.2020

Wasserverband mahnt
Keine „Pumpenkiller“ in die Toilette

Wasserverband mahnt

Keine „Pumpenkiller“ in die Toilette

Region.FeuchttĂŒcher gelten als vermeintliche Alternativen zu Toilettenpapier, das mittlerweile nicht mehr so einfach zu bekommen ist wie ĂŒblich. In Massen stellen diese TĂŒcher die Kanalisation vor Probleme. Deswegen mahnt der Wasserverband Eifel Rur.

Die Grundversorgung ist auch in der Coronakrise gesichert. Neben Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung zĂ€hlt dazu auch die Infrastruktur von Frisch- und Abwasser. Letztere kann allerdings Probleme bekommen, wenn die BĂŒrger sich falsch verhalten. Ob aus Egoismus oder unangebrachter Panik: Es gibt immer noch Zeitgenossen, die Toilettenpapier „hamstern“. Immer wieder leere Regale in den SupermĂ€rkten zeugen davon. Alternativ greifen Kunden dann zu KĂŒchenrollen, TaschentĂŒchern, Servietten oder FeuchttĂŒchern, die in der Kanalisation landen. „Das kann fatale Folgen fĂŒr unsere Wasserversorgung haben“, sagt Marcus Seiler, Pressesprecher des Wasserverbands Eifel-Rur WVER.

Keine anderen Hygieneartikel

In die Toilette und damit in die Kanalisation und das Abwasser gehöre ausschließlich WC-Papier und keine anderen Hygienepapiere, betont der Sprecher des Wasserverbands, der unter anderem die KlĂ€ranlagen Steinfurt in Stolberg und An Haus Palant in Eschweiler betreibt. „Toilettenpapier besteht weitgehend aus einem organischen Material, das sich im Wasser schnell auflöst und damit kein Problem fĂŒr die Abwasserableitung und Abwasserreinigung darstellt“, erklĂ€rt Seiler.

KĂŒchenrollen, PapiertaschentĂŒcher, Servietten & Co. sollten nicht als Ersatz genutzt werden. „Diese Hygienepapiere sind saugfĂ€higer und zersetzen sich mitunter nicht so schnell. Das kann zu Problemen beim Abwasser und in den KlĂ€ranlagen fĂŒhren – besonders, wenn diese vermeintlichen Alternativen jetzt vermehrt genutzt wĂŒrden.“ Unbedingt beachten sollten alle BĂŒrger, dass FeuchttĂŒcher nicht in das Abwasser und die KanĂ€le gelangen. „Werden FeuchttĂŒcher genutzt, mĂŒssen diese bitte im RestmĂŒll entsorgt werden. Sie sollten auf keinen Fall die Toilette heruntergespĂŒlt werden“, appelliert Seiler.

FeuchttĂŒcher bestehen aus Kunststofffasern, die sich wesentlicher langsamer auflösen, als die TĂŒcher fĂŒr ihren Weg durch die Kanalisation benötigen. Daher werden FeuchttĂŒcher in Fachkreisen auch „Pumpenkiller“ genannt. „Auf dem Weg von den HausanschlĂŒssen in die KlĂ€ranlagen setzen wir Pumpen ein, damit dass Abwasser auch in den KlĂ€ranlagen ankommt. FeuchttĂŒcher lagern sich leider gerne in den Pumpen ab, verstopfen sie und setzen die Pumpen außer Betrieb“, erlĂ€utert Seiler.

Das Resultat sei dann, dass der WVER solche SchĂ€den mit entsprechendem Personalaufwand reparieren mĂŒsse. Die Kosten dafĂŒr tragen nicht die Verursacher, die nicht ermittelt werden können, sondern alle BĂŒrger ĂŒber die SchmutzwassergebĂŒhr. Das gilt fĂŒr den Normalfall, doch in Zeiten der Coronakrise sei es noch wichtiger, besonnen mit der Wasser-Infrastruktur umzugehen, sagt Seiler. Auch der WVER arbeite wegen des Corona-Virus in einem speziellen Krisenmodus. „Damit schĂŒtzen wir unsere Mitarbeiter und stellen sicher, dass die Menschen mit Wasser versorgt werden und mehr.“

Der WVER betreibt KlĂ€ranlagen und Talsperren und ĂŒbernimmt zum Beispiel mit Renaturierungen von FlusslĂ€ufen und mit RĂŒckhaltebecken Aufgaben des Hochwasserschutzes. „Es sind Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge, und als Betreiber einer systemrelevanten Infrastruktur ist Krisen- und Notfallmanagement fĂŒr uns eine Daueraufgabe von höchster PrioritĂ€t“, hebt Seiler hervor. Der Ver- und Entsorger greife jetzt auf einen spezifisch erarbeiteten Pandemie-Plan zurĂŒck. Dazu zĂ€hlen tĂ€gliche Krisenstabssitzungen, Homeoffice, Telefon- und Videokonferenzen.

„Dienstreisen und Besucher Dritter auf WVER-Anlagen sind abgesagt, die Zentrale arbeitet in Notbesetzung, die MannschaftsstĂ€rken der operativ auf den Anlagen tĂ€tigen Mitarbeiter sind auf Minimalbesetzungen zurĂŒckgefahren worden, und die Angestellten arbeiten nur noch getrennt voneinander“, zĂ€hlt Seiler weitere Maßnahmen auf, die die Ausbreitung des Virus innerhalb des Wasserverbands verhindern und damit die Wasserversorgung der BĂŒrger sichern sollen.



VON DIRK MÜLLER AZ/AN

Diese Website ist Barrierefrei programmiert. Es ist möglich, dass sie einen Browser nutzen,
der diese Art der Programmierung nicht unterstützt. Bitte haben Sie Verständnis.
Wir empfehlen Ihnen die Nutzung des kostenlosen Browsers Firefox von Mozilla.