Termine

08.12.2017 | 18.00 Uhr
Treffen der BI Wind
in Weisweiler-Hücheln

07.12.2017 | 18.00 Uhr
Rat der Gemeinde Langerwehe, 22. Sitzung,
in Kulturhalle Langerwehe 52379 Langerwehe Foyer

16.11.2017 | 18.00 Uhr
Ausschuss für Schul- und Sportangelegenheiten, 13. Sitzung
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

30.11.2017 | 18.00 Uhr
Haupt- und Finanzausschuss, 13. Sitzung, Sondersitzung
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

23.11.2017 | 18.00 Uhr
Ausschuss für Bau- und Planungsangelegenheiten, 24. Sitzung
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

Kontakt

FDP Ortsverbände

Langerwehe
Karl-Arnold-Straße 27
52379 Langerwehe

Telefon: 02423-3718
FAX: 02423-9099927
E-Mail:
rudi.frischmuth@t-online.de


Nörvenich
Oberstraße 17
52388 Nörvenich

Telefon: 02426-902206
FAX: 02426-902206
E-Mail:
ingola-schmitz@t-online.de


NEWS

Veröffentlichung | 19.08.2017

Energiewende: Eifeler schreiben Offenen Brief an Kanzlerkandidaten Martin Schulz

Foto privat

Eifel/Kreis Düren: Die Eifeler haben einen Offenen Brief an den Kanzlerkandidaten Martin Schulz verfasst. Die Bürger wollen wissen, welche Antworten die SPD und Martin Schulz angesichts der immer weniger realistischen Ziele der Energiewende für die Zeit nach der Wahl im Programm haben. Wie soll es, nach Ansicht von Martin Schulz, mit der Energiewende im Land weitergehen?

Die deutsche Energiewende funktioniere nicht, keine CO2-Einsparung trotz mehr als 27.000 Windrädern und Millionen Solaranlagen. Davon sei aber nichts in den Wahlprogrammen der Berliner Koalitionsparteien zu lesen, sowohl die Kanzlerin wie auch Herausforderer Martin Schulz haben bisher für die wirklichen Probleme der ländlichen Bevölkerung mit Verspargelung und Landschaftszerstörung keine Antworten, kritisiert die „Arbeitsgemeinschaft Windenergie“ Eifel+Börde (AGW) in ihrem Offenen Brief.

In der AGW haben sich Bürgerinitiativen aus Eifel und Börde sowie der NABU Euskirchen kreisübergreifend zusammengeschlossen. Die Initiative veranstaltet Informationsabende zu windenergierelevanten Themen, informiert die weiteren Bürgerinitiativen und unterstützt die Klage des NABU gegen die Windradpläne der Gemeinde Dahlem im Kammerwald.

Wir sind beunruhigt, dass sowohl die Kanzlerin wie auch Herausforderer Martin Schulz die wissenschaftlichen Studien zu der Ineffektivität der Windenergie, für eine verlässliche Stromversorgung zu sorgen, vollständig in ihren Wahlaussagen ausblenden und einfach nicht zur Kenntnis nehmen,so die AGW. Ein „weiter so“ – sowohl aus ökonomischer, wie auch aus ökologischer Sicht bei der Energiewende – sei nicht mehr zu verantworten.

Die „Erneuerbaren“ können kein Stromnetz gleichmäßig aufrecht erhalten oder zusätzlich mehr Strom ins Netz einspeisen, wenn dieser gebraucht wird. Damit kann kein einziges Kohle- oder Atomkraftwerk durch Wind oder Solarstrom ersetzt werden, solange noch keine Technologie entwickelt ist, große Mengen an elektrischer Energie über längere Zeit zu speichern. Um für vierzehn Tage ohne Wind und Sonne – wie im letzten Januar – das Land theoretisch aus Pumpspeicherwerken mit Strom zu versorgen, benötigt Deutschland ca. 10.000 Pumpspeicherwerke. Das sei weder von den topografischen Gegebenheiten noch von der Finanzierbarkeit her realistisch, wie in einer neuen wissenschaftlichen Studie des Energiedienstleisters VBG PowerTec ausgeführt wird. (zuvor bei EIFELON)

Fazit der Studie: Die erneuerbare Stromerzeugung insbesondere die Windenergie ist zur Zeit und auch in den nächsten Jahrzehnten außerstande, das Speicherproblem zu lösen. Somit ist Wind- und Solarenergie auf Backup-Kraftwerke in der Größenordnung von 99 Prozent der bereitgestellten Leistung angewiesen, um wetterbedingte Nichtleistung auszugleichen. Dieser Wert ändert sich auch nicht durch den Zubau weiterer Einheiten, da die großräumigen Wetterlagen in Europa nicht unterschiedlich genug sind, um Ausfälle an einer Stelle durch Überproduktion in einer anderen Region zu kompensieren, resümiert die Studie. Der Slogan: „Irgendwo weht immer Wind“ stimmt also, auf den europäischen Maßstab bezogen, leider nicht.

Es wäre an der Zeit, diesen Fakten auch im Wahlkampf ins Auge zu sehen,so Ralf Hoffmann, Sprecher der AGW. Die Koalitionsparteien würden das Thema Energiewende bewusst ausklammern und nicht ins Gespräch bringen. Dabei müsse sich Martin Schulz fragen lassen, wie er mit dem Schlagwort „soziale Gerechtigkeit“ in den Wahlkampf ziehen kann, ohne das Thema Energiearmut durch den überhöhten Strompreis für die EEG-Subventionen anzusprechen. Tragen doch die sozial Schwachen, die Mieter, die Hauptlast der Energiewende.

In fünf Punkten hat die Arbeitsgemeinschaft zusammengefasst, welche Parameter sich – laut unabhängiger Fachleute – ändern müssten, um ein Gelingen der Energiewende zu gewährleisten und weiteren Schaden von Bürgern und Land fernzuhalten. Hier die fünf Punkte im Wortlaut:

Die Energiewende ist mit Windkraft- und Fotovoltaik ohne Speicher nicht realisierbar. Ausreichende Speicherleistung ist in Deutschland, nach heutigem Stand technisch und ökonomisch, nicht umsetzbar. Konventionelle Kraftwerke als Backup der Stromversorgung können durch den fluktuierenden Windstrom nicht ersetzt werden. Alle Windanlagen in Deutschland zusammengenommen können die Energieversorgung nur zu max. 1%, in Worten einem Prozent! sicher liefern.

Die Umweltbelastung und der Ressourcenverbrauch für die Errichtung von Windkraftanlagen sowie für den Netzausbau sind gigantisch. Windanlagen wirken negativ auf die Natur: Vögel und Tiere werden getötet oder in ihren Lebensräumen geschädigt, die Landschaft wird nicht nur in der Ihnen ja gut bekannten Eifel und Börde durch Windanlagen zerstört. Nach einer Lebensdauer von ca. 20 Jahren wird die Entsorgung von mehr als 27.270 Windrädern, Stand Ende 2016, zu einem gravierenden Umweltproblem. Strom aus Windanlagen ist daher keine nachhaltige Form der Energiegewinnung.Strom aus Erneuerbaren Energien ist sehr teuer. Die deutschen Strompreise liegen aktuell 41% über dem EU-Durchschnitt. Strom muss für alle bezahlbar sein. Hier gibt es auch ein Gerechtigkeitsproblem. Gerechtere Strompreise wird es nur geben, wenn auch Strom aus Windanlagen nicht mehr durch Zwangsumlagen zugunsten von Windkraftbetreibern subventioniert wird, sondern dem fairen Marktpreis auf europäischer Basis folgt. Planwirtschaftliche Maßnahmen auf dem Energiesektor sind längerfristig zum Scheitern verurteilt.

Windanlagen verursachen gesundheitliche Schädigungen bei Mensch und Tier. Anwohner von Windparks berichten den Ärzten über Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Tinnitus, Herz-, Kreislauf- und Organprobleme – verursacht von Langzeitexposition durch Schall und Infraschall – sowie weitere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Gesundheit. Einen gewissen Schutz bietet ein Abstand von 10 H zu Windanlagen, d.h. der Abstand von Windrädern zu Wohngebäuden soll mindestens dem zehnfachen Betrag der Spitzenhöhe der Windanlagen entsprechen, wie dies in Bayern Landesgesetz ist. Das Grundrecht auf Unversehrtheit darf nicht zu Gunsten der Energiepolitik ausgehebelt werden.

Klima- und Energiepolitik sollten im europäischen Rahmen betrieben werden. Schon Ihr Vorgänger als SPD-Vorsitzender und Energieminister hatte festgestellt, dass Deutschland in der Energiepolitik isoliert vorgeht, dass die Energiewende an Komplexität unterschätzt worden ist und dass uns unsere Nachbarn hinsichtlich der Politik der Erneuerbaren Energie für unzurechnungsfähig halten.

Wir möchten Sie auffordern, das Thema Energiewende, das bisher als Mittel gegen den Klimawandel dargestellt wird, im Wahlkampf anzusprechen und Ihre wie auch die Argumentation der Sozialdemokraten auf bekannten wissenschaftlichen Fakten aufzubauen. ‚Klimawandel‘ ist ein erdgeschichtlicher Faktor, es gab ihn immer, das ist historisch zu belegen, ein ‚menschgemachter CO2-Faktor‘ ist nur ein Teil des komplexen Klimageschehens.27.000 Windenergieanlagen und 1,6 Millionen Solaranlagen und über eine halbe Billion Euro an Subventionen durch Stromkunden und Steuerzahler haben keine Senkung der deutschen CO2-Emissionen bewirkt und tragen somit nichts zum angestrebten Klimaschutz bei. Die gesundheitliche Belastung durch Lärm und Infraschall, die Entwertung von Haus- und Grundbesitz neben Windanlagen, die Waldzerstörung, die Ausrottung seltener Arten und die weitläufige Zerstörung einmaliger Landschaften wie der Eifel kann nicht der Preis für unkalkulierbaren Flatterstrom sein,lautet das Resümee der Arbeitsgemeinschaft.

Lasst uns anpacken und unser Land gerechter machen und das mutlose Weiterso beenden,hatte Martin Schulz zu Beginn seines Wahlkampfes die Menschen aufgefordert. Die Energiewende wäre eine gute Gelegenheit, dieser Aussage konkrete Schritte folgen zu lassen.

Eine Stellungnahme von Martin Schulz zum Brief der Eifeler ist bisher bei der AGW nicht eingegangen. EIFELON bleibt dran.

Ein zweiter Offener Brief an Frau Merkel und die CDU zum gleichen Thema ist, laut Sprecher Ralf Hofmann, bei der Arbeitsgemeinschaft Windkraft in Vorbereitung.

EIFELON eMailZeitung

Diese Website ist Barrierefrei programmiert. Es ist möglich, dass sie einen Browser nutzen,
der diese Art der Programmierung nicht unterstützt. Bitte haben Sie Verständnis.
Wir empfehlen Ihnen die Nutzung des kostenlosen Browsers Firefox von Mozilla.