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NEWS

Veröffentlichung | 27.04.2017

20 Millionen Euro werden in der Gemeinde Nörvenich in ein neues Seniorenquartier investiert.
Foto:Gut Köttenich GmbH

Nörvenich. Die Zahlen sprechen fĂŒr sich: 20 Millionen Euro werden in der Gemeinde Nörvenich in ein neues Seniorenquartier investiert, rund 80 neue ArbeitsplĂ€tze sollen dort entstehen. Auf dem 7000 Quadratmeter großen GelĂ€nde der ehemaligen Hauptschule realisiert die Gut Köttenich GmbH 76 PflegeplĂ€tze und 36 Wohneinheiten fĂŒr Betreutes Wohnen. Außerdem soll auch ein CafĂ© entstehen.

„Wir haben einen unterschriebenen Kaufvertrag fĂŒr das Areal“, sagt BĂŒrgermeister Dr. Timo Czech (CDU). „Außerdem ist die geplante Einrichtung schon Bestandteil des Pflegebedarfsplanes des Kreises DĂŒren. Das einzige, das uns noch fehlt, ist eine Baugenehmigung. Aber der Antrag liegt schon beim Kreis DĂŒren.“

Ideale Lage

Seit vier Jahren steht das HauptschulgebĂ€ude leer, genauso lange wird nach einer neuen Nutzung gesucht. Bis Januar waren FlĂŒchtlinge in der frĂŒheren Hauptschule untergebracht.

Raoul Pöhler, geschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter der Gut Köttenich GmbH, erklĂ€rt: „Die Lage in unmittelbarer NĂ€he zur Burg und gleichzeitig mitten im Zentrum von Nörvenich ist fĂŒr ein Seniorenquartier ideal.“ DarĂŒber hinaus sei Nörvenich aber auch aus anderen Gesichtspunkten fĂŒr ihn interessant: „Die Gemeinde liegt an der Grenze zum sich sehr stark entwickelnden Großraum Kerpen/Bergheim.

Ich bin ĂŒberzeugt davon, dass der Bedarf fĂŒr seniorengerechtes Wohnen vorhanden ist.“ Indiz dafĂŒr ist auch die Tatsache, dass sowohl bei der Gut Köttenich GmbH, die mittlerweile neun Einrichtungen mit 600 vollstationĂ€ren PflegeplĂ€tzen, 118 Wohnungen und fast 1000 Mitarbeitern betreibt, als auch bei der Gemeinde schon Anfragen eingegangen sind, wo man sich fĂŒr das neue Seniorenquartier anmelden kann. „Ich bin gespannt“, so Czech, „wie lang die Warteliste am Eröffnungstag sein wird.“

FĂŒr seine Gemeinde, ergĂ€nzt der BĂŒrgermeister, sei das geplante Quartier ein besonders wichtiges Projekt. „Uns hat das Konzept dieses Investors ĂŒberzeugt. Das Seniorenquartier soll ein offenes Haus sein, auch eine Kooperation mit den Ortsvereinen und der angrenzenden Grundschule ist geplant. Das gefĂ€llt uns sehr gut.“ Denkbar sei beispielsweise, dass in der neu entstehenden KĂŒche auch das Essen fĂŒr die Kinder der offenen Ganztagsschule frisch gekocht werden könne.

Das alte HauptschulgebĂ€ude bleibt komplett erhalten. Abgerissen werden mĂŒssen lediglich Teile der frĂŒheren Aula. DarĂŒber hinaus gibt es zwei Neubauten – unter anderem fĂŒr die Wohnungen. „Unsere Architekten“, sagt Raoul Pöhler, „sind begeistert, welch großen RĂ€ume sie hier gestalten können. Das SchulgebĂ€ude bietet einfach sehr viel Platz.“

Gute Zusammenarbeit

Pöhler lobt zudem die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nörvenich. „Dass ein BĂŒrgermeister die Baugenehmigung selbst zum zustĂ€ndigen Bauamt bringt, habe ich hier in Nörvenich zum ersten Mal erlebt. Sie haben mich davon ĂŒberzeugt, dass der deutsche BĂŒrokratismus ein Ende gefunden hat.“

Bereits im Mai soll mit den notwendigen Abrissarbeiten begonnen werden. FĂŒr die Skateranlage, die derzeit noch auf dem Schulhof der Hauptschule steht, soll in Absprache mit den Jugendlichen aus dem Jugendtreff „Chill-out“ ein neuer Platz gefunden werden.

Wenn alles nach Plan lĂ€uft, soll das neue Nörvenicher Seniorenquartier „An der Burg“ nach 16 Monaten Bauzeit fertig sein.



Von: Sandra Kinkel - Lesen Sie mehr auf:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/20-millionen-euro-fuer-neues-seniorenquartier-1.1611605#plx1805830098





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